Herbert Albin Knops 


1955 

geboren in Bracht / Niederrhein 


1965-1976 

Gymnasium / Abitur / Wehrdienst / Praktikum Tischlerei 


1976-1980 

FH Niederrhein - Krefeld - Produkt-Design / Diplom 

Prof`ìn W.Zaiser, Professoren HJ.Albrecht, D.Crumbiegel 


1980-1982 

Kunsthochschule GH Kassel – Bildhauerei 

Professoren J.Arnold, E.Fiebig 

1982-1986 

Staatl. Kunstakademie Düsseldorf - Freie Kunst / Meisterschüler 

Professoren T.Cragg, G.Richter, R.Sackenheim

Bergische Universität GH Wuppertal - Ästhetikvorlesung 

Prof. Bazon Brock 


1989-1993 

FH Köln - Architektur - Hochbau / Diplom 

Professoren H.Hermanns, U.Kuhn 


1991-1993 

Freier Mitarbeiter Architekturbüro Neufert & Cie 

Illustrationen Neufert Bauentwurfslehre 
 

1993-2006 

 Architekt im Architekturbüro LINK 

 Neubau von Stadtvillen / 

 Denkmalpflegerische Instandsetzung 

 der Romanischen Basilika „St.Ursula“ - Köln 

 Architekurbüro KSG: 

 Umnutzung historisches Speichergebäude 

 „Siebengebirge“ Köln / Städtebauliches 

 Rahmenkonzept Historische Altstadt Mülheim/Ruhr 

 
 seit 1996 

 Architekt / Architektenkammer NW 


 2006-2023 

 Gymnasiallehrer für Kunst, KTS - Köln 


 1991-2017 

 FH / TH Köln - Fakultät für Architektur 

 Lehrauftrag für Künstlerische Grundlagen / 

 Zeichnen / Gestaltungslehre 


 seit 1986 

 Freie künstlerische Tätigkeit / Themen und Schwerpunkte u.a. : 
 Selbstwahrnehmung des Malers 

 Abstraktion / Künstlichkeit der Landschaft 

 Reduktion und Verräumlichung / Konstruktive Plastik 


 Ausstellungen u.a. in Krefeld, Düsseldorf, Köln 

Arbeit im Studio - Von der Idee zur Realität


Parameter sind gewählt, Möglichkeiten bieten sich.

Eine erste Faltung, 
ein erster Schnitt geben eine Richtung.


Weitere Schritte fügen sich . . . 
im Wettstreit von Plan und Wagnis.


Die gestaltete Form : Im besten Fall mehr als nur 

die Konsequenz einer Abfolge von Entscheidungen.


Raum bildet sich 
innerhalb und außerhalb der Form,


Silhouetten zeigen ihren vielfältigen Ausdruck 

- aus unterschiedlichen Perspektiven,


hoffentlich … ein fruchtbares Wechselverhältnis

von Gestalt, Raum und Betrachtung.                       

HAK Nov.25

Statement

Von der Fläche zum Raum

 

Architektur ist im Kern die dreidimensionale Organisation von Flächen.  -  Wände, Böden, Decken, Öffnungen und andere Elemente werden zueinander in Beziehung gesetzt und bilden Räume. 


Meine neueren Plastiken verhalten sich ähnlich. -  Meist entwickle ich sie allein durch 


Einschneiden und Falten (Cut & Fold) jeweils einer einzigen Ausgangs-Fläche, 


was bedeutet, dass sie (solange sie als Arbeitsmodell in Papier gefertigt sind) wieder in ihre Ausgangsfläche zurück gefaltet werden könnten.
In der endgültigen Form bleibt so die Verkörperung des Formprozesses ablesbar.
Es entsteht in wenigen Schritten aus einer planen Fläche ein dreidimensionales Objekt, das mit geringem Masseanteil ein relativ hohes Raumvolumen erzeugt. 


Meine Recherche gilt der Fragestellung, welche Formen lassen sich auf diese Weise realisieren, die mein Verständnis von Skulptur ausdrücken können. 

Die Möglichkeiten erweisen sich als „vielfältig“: 

Da ist eine ausgeprägte Mehr- oder Allansichtigkeit, mit abwechslungsreichen, oft komplementär anmutenden Silhouetten und Kantenverläufen. 

Auch der Bezug der Plastik zum Umraum kann äußerst variabel angelegt werden - sie kann sich einer-seits raumoffen zeigen mit komplexen Tiefenstaffelungen und zugleich anderer-seits raumabweisend. 

Durchbrüche und Faltungen um einen Leer-Raum als Kern stärken die Wahrnehmung ihrer Dreidimensionalität, während sie zudem ein besonderes Spektrum im Licht-Schatten-Spiel bieten. 

Die frei stellende Präsentation auf einer Sockelplatte unterstützt die Eigenständigkeit der Plastik als künstlerisches Objekt. 


Die Wirkung der Formen, ob sie rein geometrisch und abstrakt wahrgenommen werden, oder ob sie abstrahiert figürlich anmuten, ist nicht festgelegt, sondern bewusst offen gehalten. 

Meine Plastiken verstehe ich (im Sinne Giacomettis Aussage, eine Skulptur sei kein Gegenstand, sondern eine Prüfung, eine Frage oder auch eine Antwort) als „Studien“, die unter Einsatz der skizzierten bildnerischen Mittel quasi forschend konstruiert werden. In diesem Sinne untersuchen sie die Zusammenhänge plastischer Formen und ihrer Wirkung. 

Ist eine Plastik einmal abgeschlossen, zeigt sie oft auch für mich selbst einen durchaus eigenständigen Ausdruck, der sich von dem gestalterischen Entscheidungs- und Formfindungsprozess emanzipiert hat und neue Deutungsmöglichkeiten aufzeigt. 


Neben den rein geometrischen Konstellationen ist auch die Anschlussfähigkeit zu Motiven der menschlichen Figur und die mit ihr verbundenen Assoziationsangebote bewusst nicht ausgeschlossen, sondern als Angebot der Interpretationsoffenheit zu verstehen. 


Ein gesondertes Motiv in meiner bisherigen Arbeit  (zeichnerisch und plastisch)  ist das „Tor“. Hier wird mit den schon zitierten Gestaltungsmitteln ausgelotet, welche konkreten - simple wie komplexe - Formkonstellationen dem facettenreichen Bedeutungsfeld des Themas adäquaten Ausdruck verleihen können. 


Allen freistehenden Plastiken ist gemeinsam, dass sie im Original  zur Erfassung des Ganzen umschritten und aus unterschiedlichsten Richtungen und Distanzen allseitig betrachtet werden sollten, denn mit dem Blickwinkel ändern sich die Silhouetten, die Erfahrbarkeit der Einzelformen und somit der Ausdruck des Ganzen. 

Aus diesem Grund lege ich darauf Wert, in Abbildungen immer mehrere Ansichten der Objekte zu zeigen. 


H A Knops 2025 





„Eine Skulptur ist kein Gegenstand, sie ist eine Prüfung, eine Frage, eine Antwort...“ Alberto Giacometti*

„...In einer konstruktiven Skulptur ist Raum nicht Teil des universalen Raumes, der das Objekt umgibt; er ist ein eigenständiges Material, ein struktureller Teil des Objekts – und zwar in dem Ausmaß, dass er die Fähigkeit hat, ein Volumen zu vermitteln, so wie irgendein anderes festes Material.“   Naum Gabo *


* Zitate aus :  Eduard Trier, Bildhauertheorien im 20.Jahrhundert, Berlin 1992